Wilhelm Karl Mauer

Elektriker. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1896    † 1943

 

Herkunft, Beruf, Mitgliedschaften

Wilhelm Karl Mauer wurde am 26.1.1896 in Wien geboren. Er arbeitete als Elektriker. Von 1919 - 1934 war er Mitglied der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreich und der freien Gewerkschaft.

Mitglied einer illegalen Betriebsgruppe

1930 arbeitete Wilhelm Karl Mauer in den Siemens-Schuckertwerken (Wien-Leopoldau). Er gehörte dort zur illegalen Betriebsgruppe.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 3. 3. 1942 wurde Wilhelm Karl Mauer verhaftet und am 17. 2. 1943 gemeinsam mit Johann Zeinzinger, Franz Dedinak und Otto Rosenberger (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 14.7.1943 erfolgte seine Hinrichtung im Landesgericht I in Wien.

Aus dem Urteil

„Die Angeklagten Dedinak, Mauer und Jelinek bestimmten zusammen mit den Angeklagten Rosenberger und anderen Funktionären als Kassierer auch die Art der illegalen Arbeit sowie die Verwendung der eingezogenen Beiträge. Sie und der Angeklagte Zeinzinger bemühten sich in Funktionärsbesprechungen, illegale Arbeitsmöglichkeiten zu erörtern, wobei außer der Anknüpfung politischer Verbindung zu anderen Werken auf einige Zusammenkünfte auch der Zersetzung der DAF und der NSV dienende Maßnahmen besprochen wurden. Mit Ausnahme der Angeklagten Zeinzinger und Jelinek waren die Angeklagten auch in den Lit.-Apparat der KPÖ eingespannt; sie ­empfingen und leiteten wiederholt Hetzschriften weiter.“

Mahnmal, Gedenktafel

Sein Name steht auf einem 1949 enthüllten Mahnmal der Firma Siemens AG Österreich (Wien 21, Siemensstraße 88-92); ebenso auf der 1988 von der KPÖ-Donaustadt gestifteten Gedenktafel (Wien 22, Wurmbrandgasse 17).

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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